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Nachfolgen einige grundsätzliche Überlegungen zum Thema Digitalpianos, die meine persönlichen Sichtweise widerspiegeln. |
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Man kann und darf heute die Entwicklungen im Bereich Digitalpianos nicht mehr ignorieren oder wegreden. Weder die Entwicklungen im Bereich der Instrumente noch die im Bereich der Ansprüche der Spieler (verschiedene Klänge, Kopfhörer, USB-Anschluss, etc.) Wer sich nachhaltig und ernsthaft mit dem Klavierspiel beschäftigen will, wird aktuell und auch die nächsten Jahrzehnte noch nicht um ein akustisches Klavier herumkommen. Dennoch kann ein Digitalpiano den Einstieg erleichtern oder sogar Leuten das Klavierspiel ermöglichen, bei denen ein akustisches Instrument definitiv nicht in Frage kommt, sei es aus räumlichen (Transportsituation, Standortbedingungen, etc.) oder aus akustischen Gründen (extrem geräuschempfindliche Nachbarn, schichtarbeitende Familienmitglieder, etc.). Ich empfehle gerade zum Einstieg immer ein akustisches Klavier, gestehe aber auch zu, dass dies nicht immer möglich ist. Und sollte ein Digitalpiano einem Menschen, der sonst nie mit dem Klavier in Berührung hätte kommen können, den Zugang zum Klavierspiel ermöglicht haben, dann bedarf es keiner weiteren Legitimationen für diese gar nicht mehr sooo neumodischen Instrumente. Beim Kauf eines Digitalpianos gibt es zwei Ansatzpunkte: Käufer 1: Ich werde mir NIEMALS ein akustisches Instrument kaufen oder nutzen können und/oder: Käufer 2: Ich versuche mit einem Digi, ob ich dem Klavierspiel etwas abgewinnen kann und kann mir vorstellen, zu gegebener Zeit ein akustisches Instrument anzuschaffen. Gehören Sie zum Käuferkreis 1, dann sind Sie evtl. der persönlichen Überzeugung, dass ein Digitalpiano in der Summe seiner Eigenschaften besser ist als jeder High-End-Flügel oder Ihnen ist vielleicht zwar klar, dass ein akustisches Instrument immer noch am besten wäre, die Anschaffung eines solchen aber - aus welchen, auch immer, hier nicht zu diskutierenden Gründen - nie in Frage kommen wird. Dann ist Ihnen im Bereich Digitalpiano das beste gerade gut genug, bitte bedenken Sie aber, dass das beste, was der Markt zu bieten hat, nur ein paar Monate das beste sein wird.
Ein Käufer aus dem Käuferkreis 2 wird pragmatischer an die Sache herangehen: Er weiß, dass es auch die nächsten Generationen der Digitalpianos nicht schaffen werden, ein akustisches Klavier in allen Facetten adäquat zu ersetzen und er sieht im Digi eine günstige, praktische Einstiegsmöglichkeit oder später mal eine super Ergänzung zu einem akustischen Instrument. Nachdem aus seiner Sicht die aktuellen Top-Modelle zwar besser sind, als die günstigeren, jedoch selbst das teuerste Digi nicht das Gelbe vom Ei ist, wählte er ein günstigeres Modell eines Markenherstellers, das er später mit geringen Wertverlust weiterverkaufen kann oder als Zweitinstrument behalten wird. Letztendlich entscheidet der Geschmack und das Budget des Kunde, was für ein Instrument er auswählt. Die drei großen Hersteller Kawai, Roland und Yamaha (um sie neutral in alphabetischer Reihenfolge zu nennen) bieten in jeder Preisklasse eine sehr gute, maximal mögliche Qualität und perfektem Service im Falle eines Falles, sodass kein Anlass besteht, sich bei den teilweise überteuerten Noname-Produkten umzusehen.
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